EuropaHORN am Morgen · Archiv
EuropaHORN am Morgen – Sonntag, 13. September 2026
Diese Ausgabe wurde am Sonntag, 13. September 2026 versendet und enthält 40 Meldungen. Die aktuellen Meldungen stehen auf EuropaHORN am Morgen; der Newsletter ist dort kostenfrei zu abonnieren.
Polen
1. Adam Bielan übernimmt Vorsitz der EKR-Partei
Der PiS-Europaabgeordnete Adam Bielan ist zum Vorsitzenden der Partei der Europäischen Konservativen und Reformer gewählt worden. Er folgt auf Mateusz Morawiecki, der das Amt im Juli niedergelegt hatte. Laut Gazeta Wyborcza gilt Bielan als Spezialist für Hinterzimmerpolitik in Brüssel; seine Wahl löst zugleich ein Ringen um eine neue Rolle für Beata Szydło im Europaparlament aus.
Quelle: Onet · Adam Bielan na czele EKR. Zastąpi Mateusza Morawieckiego
2. Russische Drohnen treffen Werk eines polnischen Unternehmens in der Ukraine
Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte, dass bei einem der jüngsten russischen Angriffe auch eine Fabrik des polnischen Sanitärherstellers Cersanit getroffen wurde. Das Werk liegt im Gebiet Schytomyr, durch den Drohnenangriff brach ein Brand aus. Zuerst hatte die ukrainische Ausgabe von "Forbes" darüber berichtet.
Quelle: Gazeta Wyborcza · Atak dronów na Ukrainę. Zełenski potwierdza: Rosja uderzyła w zakład polskiej firmy
3. Morawieckis Bewegung Rozwój Plus gewinnt Stadtpräsident von Mysłowice
Der Stadtpräsident von Mysłowice, Dariusz Wójtowicz, schließt sich der Vereinigung Rozwój Plus von Mateusz Morawiecki an. Der frühere Premier betonte in einem Video auf X, man sei aus unterschiedlichen politischen Richtungen gekommen, verbunden durch die Liebe zur kleinen und zur großen Heimat. Wójtowicz war früher mit der Linken verbunden.
Quelle: Rzeczpospolita · Prezydent Mysłowic Dariusz Wójtowicz dołącza do Rozwoju Plus
4. Kushner: Territorien blockieren Friedensgespräche, Kreml lädt Selenskyj nach Moskau
Die Sondergesandten von Präsident Trump berichten, Wladimir Putin habe eine Linie benannt, bis zu der Russland im Rahmen eines Kriegsendes vorrücken will. Jared Kushner erklärte, die Ukraine lehne einen Rückzug auf diese Linie ab; die Territorialfrage sei der schwierigste Punkt. Auf Selenskyjs Vorschlag eines Treffens am Rande des G20-Gipfels reagierte Moskau ablehnend: Er könne nach Moskau kommen, so Kreml-Sprecher Peskow.
Quelle: Rzeczpospolita · Kushner o planie Putina: wyznaczył linię, ale Ukraina nie chce się wycofać
5. Goldener Löwe in Venedig für „Woman Unknown“
Beim Filmfestival in Venedig ging der Goldene Löwe überraschend an „Woman Unknown“. Daneben wurden Favoriten ausgezeichnet, darunter „Unmögliche Liebe“, der Dokumentarfilm „NAZA“, Ilja Chrschanowski und John Malkovich. Filme über den zeitgenössischen Journalismus gingen leer aus.
Quelle: Rzeczpospolita · Złoty Lew dla „Woman Unknown”. Zaskoczenie na festiwalu w Wenecji
Aktuelle Meldungen aus Polen →
Ungarn
1. Orbán bei Kötcse-Treffen: Fidesz soll wieder angreifen
Nach der Wahlniederlage kehrte Viktor Orbán zum traditionellen Treffen in Kötcse zurück. Laut Teilnehmern forderte er, die Analyse des Wahlergebnisses zu beenden und sich auf die Regierungsarbeit zu konzentrieren; die Fraktion solle gegenüber der Tisza-Partei kämpferischer auftreten. Orbán nannte die Anzeigen der neuen Regierung Propaganda und rechnet mit einer Rückkehr.
Quelle: 444 · Orbán Viktor nem a GPS, hanem az iránytű – első Kötcse a vereség után
2. Magyar Péter startet neue Landesrundreise
Ministerpräsident Péter Magyar begann in Veszprém seine erste Landesrundreise nach der Wahl, gemeinsam mit Ágnes Forsthoffer. Er bilanzierte 123 Tage Regierungszeit, räumte eigene Fehler ein und bat um Geduld bei der Umsetzung der Versprechen. Er wolle weiterhin die Stimme der Bürger hören.
Quelle: Telex · „Nekem ez hiányzott” – Magyar Péter újra az emberek közé ment, és mintha sosem élvezte volna ennyire
3. Begründung für Orden an verurteilten Heimleiter veröffentlicht
Auf Anfrage von 444 wurde die Begründung für die Auszeichnung des früheren Leiters des Kinderheims Bicske, János Vásárhelyi, bekannt. Darin heißt es, er verbringe seine Freizeit oft mit den Kindern und arbeite demütig für Benachteiligte. Vásárhelyi wurde wegen Missbrauchs von mindestens zehn Minderjährigen verurteilt; vorgeschlagen hatte ihn Zoltán Balog.
Quelle: 444 · „Munkabírása rendkívüli, szabadidejét, gyakran a hétvégéket is a gyermekek társaságában tölti” – kikértük Vásárhelyi kitüntetésének indoklását
4. Staatssekretärin: Kinderschutzsystem ist traumatisiert
Staatssekretärin Szilvia Gyurkó stellte im Telex-Livestream die neue „Kinderschutz-Diagnose“ vor. Sie sprach von einem traumatisierten System mit belasteten Fachkräften und erläuterte geplante Maßnahmen, auch für Kinder, die in Krankenhäusern festsitzen. In den kommenden Wochen sollen die Vorgänge im Kinderheim Bicske offengelegt werden.
Quelle: Telex · Gyurkó Szilvia: A magyar gyermekvédelem egy traumatizált rendszer, PTSD-s szakemberekkel kezdődik el a munka
5. Pride in Pécs mit mehr Teilnehmern als erwartet
Der Pride-Marsch in Pécs verlief ohne Zwischenfälle, es kamen mehr Menschen als erwartet. Der Organisator sagte in seiner Rede, vor einem Jahr hätte er nicht gedacht, in einem zwar nicht völlig freien, aber freieren Ungarn dort stehen zu können.
Quelle: Telex · Pécs Pride: a vártnál több felvonuló, semmi atrocitás
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Österreich
1. Identitären-Aufmarsch am Wiener Kahlenberg bleibt friedlich
Rechtsextreme Identitäre haben am Samstag am Wiener Kahlenberg demonstriert, erwartet wurden rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Anders als im Sommer war der Aufmarsch diesmal nicht untersagt worden. Laut Berichten kam nur der harte Kern; Journalisten wurde die Sicht durch schwarze Schirme versperrt. Auch Gegenkundgebungen waren angemeldet, Zusammenstöße blieben vorerst aus.
Quelle: Die Presse · Identitären-Aufmarsch am Kahlenberg blieb vorerst ohne Zusammenstöße
2. Kickl gibt der FPÖ beim Parteijubiläum die Linie vor
Bei den Feierlichkeiten zum Parteigeburtstag würdigte FPÖ-Chef Herbert Kickl Jörg Haider als Revolutionär und warnte zugleich vor den Versuchungen der Macht. Er bemühte ein liberal-konservatives Credo, wetterte gegen „Gender-Klimbim“ und stellte ein „Elterngeld“ in Aussicht. Zudem äußerte er die Sorge, um Wahlerfolge gebracht zu werden.
Quelle: Die Presse · Zwischen „Gender-Klimbim“ und „liberal-konservativem Credo“: Die FPÖ feiert ihren zweiten Geburtstag
3. Organisationen fordern mehr Hilfe für pflegende Angehörige
Vor dem nationalen Aktionstag für pflegende Angehörige am Sonntag haben zahlreiche Organisationen Forderungen an die Politik gerichtet. Im Zentrum steht ein Ausbau der mobilen Pflege. Pflegende Angehörige seien häufig am Limit und dürften nicht allein gelassen werden, hieß es in Aussendungen. Besonders schwierig seien Krisensituationen.
Quelle: ORF · Rufe nach mehr Unterstützung in der Pflege
4. Wiener Stadttempel wird wiedereröffnet
Mit der Eröffnung des restaurierten Stadttempels ist das Zentrum jüdischen Lebens in Wien wieder zugänglich; kommende Woche nehmen Bundespräsident und Bundeskanzler daran teil. Die Gemeinde wächst, junge Israelis ziehen zu, doch vieles spielt sich aus Angst im Verborgenen ab. Tempelvorstand Arnold Pollak betont: „Wir Juden sind hier keine Gäste.“
Quelle: Die Presse · Das jüdische Leben in Wien blüht – aber oft im Verborgenen [premium]
5. Nahost-Eskalation treibt Ölpreis – höhere Spritpreise erwartet
Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen kontrollieren nach Angaben von Berichten die gesamte jemenitische Rotmeerküste und wollen die Meerenge Bab al-Mandab für Saudi-Arabien sperren. Nach Angriffen in den Regionen Riad und Medina legte das Königreich eine zentrale Pipeline still. Der Angriff erfolgte laut Riad von irakischem Gebiet aus, US-Präsident Trump macht den Iran verantwortlich. Analysten erwarten steigende Öl- und Spritpreise.
Quelle: Der Standard · Nach Angriff auf Saudi-Pipeline und Huthi-Vormarsch droht Ölpreis-Anstieg
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Schweiz
1. F-35-Debakel: Auch Betriebskosten höher als versprochen
Nach dem Streit um den Fixpreis geraten nun auch die Unterhaltskosten des Kampfjets F-35 in die Kritik. Laut Recherchen machten Bundesrätin Amherd und ihr Umfeld Zusicherungen, die sich nicht halten lassen. Für die Schweiz könnte der Betrieb der Flotte deutlich teurer werden als angekündigt.
Quelle: NZZ · Kampfjet-Debakel: Auch bei den Betriebskosten des F-35 hat Bundesrätin Amherd falsche Versprechungen gemacht
2. Bundesrat stellt der Post ein Ultimatum
Die Post will sich als Technologieunternehmen positionieren, schreibt in diesem Bereich jedoch hohe Verluste. Der Bundesrat verliert die Geduld und verlangt schwarze Zahlen – andernfalls droht der Rückzug aus dem Geschäftsfeld. In der Schweizer IT-Branche sorgt der Entscheid für Beunruhigung.
Quelle: NZZ · Der Bundesrat verliert die Geduld mit der Post und stellt ein Ultimatum: schwarze Zahlen oder Exit
3. Carunglück im Engadin: Todesopfer identifiziert
Nach dem Busunglück im Engadin liegen zehn Verletzte weiterhin in Spitälern. Laut dem Sender «NOS» handelt es sich bei den fünf Todesopfern um vier Frauen und einen Mann, alle aus den Niederlanden.
Quelle: SRF · Carunglück im Engadin – Zehn Verletzte weiterhin in Spitälern – Opfer identifiziert
4. UCK-Prozess in Den Haag: Die Schweizer Spuren
Am Mittwoch fällt in Den Haag das Urteil gegen die Führungsriege der kosovarischen UCK. Der Prozess legt offen, wie wichtig die Schweiz für den Aufbau der Rebellenarmee war. Ein Mann aus dem inneren Zirkel schildert erstmals, wie von der Schweiz aus Geld, Material und Kämpfer mobilisiert wurden.
Quelle: NZZ · Ein Winterthurer Kriegsfonds und Schweizer Armeelastwagen für Kosovo – «Die Schweiz war bei der Gründung der UCK von grösster Bedeutung»
5. Goldener Löwe für May el-Toukhy in Venedig
Die dänische Regisseurin May el-Toukhy erhält für ihren Film «Woman Unknown» den Hauptpreis der Filmfestspiele von Venedig. In den Kulturmeldungen figuriert zudem das emotionale Konzert-Comeback von Céline Dion.
Quelle: SRF · Filmfestspiele Venedig – Goldener Löwe für dänische Regisseurin May el-Toukhy
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Italien
1. Streit im Mitte-rechts-Lager um Militäreinsatz „Strade sicure“
Innerhalb der Regierungskoalition ist ein Konflikt über den Einsatz von Soldaten zur Sicherung der Städte entbrannt. Die Lega fordert sofort 10.000 Militärangehörige, finanziert aus Zusatzgewinnen der Banken, während das Verteidigungsministerium die Armee durch Carabinieri ersetzen möchte. Ministerpräsidentin Meloni wies die Attacken zurück und betonte, die Regierung weiche nicht aus. Lega-Politiker Vannacci mahnte zugleich zur Vorsicht bei künftigen Bündnissen.
Quelle: la Repubblica · Strade sicure, lite a destra. La Lega rilancia la sfida: “Subito 10mila militari”
2. Meloni beruhigt Verbündete: „Die Legislaturperiode ist nicht zu Ende“
Die Regierungschefin dämpfte Spekulationen über vorgezogene Neuwahlen und verwies auf noch offene Vorhaben; Außenminister Tajani schloss frühe Wahlen ebenfalls aus. Gleichzeitig sorgt das neue Wahlgesetz für Spannungen, das am Dienstag im Senat abgestimmt und ab dem 28. September erneut in der Abgeordnetenkammer behandelt werden soll. Strittig sind Sitzverteilung, Mehrheitsprämie und kleinere Bündnispartner. In Forza Italia gibt es Unmut über die fehlende Geschlechterparität.
Quelle: la Repubblica · Il segnale di Meloni agli alleati: “La legislatura non è finita”
3. Washington drängt Rom zu Carabinieri-Mission in Gaza
Das Weiße Haus fordert laut Bericht eine rasche Entsendung des italienischen Kontingents, das palästinensische Polizeikräfte ausbilden soll. Die Regierung in Rom bremst jedoch und verweist auf ungeklärte Sicherheitsfragen für die eigenen Soldaten. Der Druck aus den USA auf den Palazzo Chigi nimmt zu.
Quelle: la Repubblica · Gaza, pressing Usa su palazzo Chigi: “Presto la missione dei carabinieri”
4. Abschied von Emma Bonino: Staatsbegräbnis in Rom
Auf dem Kapitol ist ab Mittag das Trauerzelt für die verstorbene Politikerin geöffnet, zahlreiche Bürger stehen Schlange. Am Tag darauf findet ein Staatsbegräbnis im Beisein von Staatspräsident Mattarella und Ministerpräsidentin Meloni statt. Weggefährte Della Vedova nannte die Fähigkeit zur Vernetzung ihr politisches Vermächtnis.
Quelle: la Repubblica · In fila per l’addio a Emma Bonino. “Impariamo a fare rete, questa è la sua eredità politica”
5. Venedig: Goldener Löwe für May el-Toukhy, Italiener gehen fast leer aus
Die Regisseurin May el-Toukhy gewann den Hauptpreis der 83. Filmfestspiele von Venedig, deren Ausgabe 2026 stark politisch geprägt war. Auf der Bühne standen die Kriege im Mittelpunkt. Italienische Filme wurden nur in der Sektion Orizzonti ausgezeichnet. Über dem Lido ließen Aktivisten Drachen für Gaza steigen und forderten für 2027 die palästinensische Flagge beim Festival.
Quelle: ANSA · Mostra del cinema di Venezia, vince la regista May el-Toukhy, sul palco le guerre con Naza e Dau
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Niederlande
1. Mann stirbt bei Polizeieinsatz in Rotterdam
In Rotterdam-Süd ist am Samstagabend ein Mann während einer Festnahme durch die Polizei gestorben. Die Beamten hatten ihn nach einer Meldung über ein gestohlenes Fatbike angehalten; festgenommen wurde er, weil er sich nicht ausweisen konnte. Während des Zugriffs wurde ihm unwohl, Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos. Ob Gewalt angewendet wurde, ist offen – die Rijksrecherche ermittelt, wie bei Todesfällen in Polizeigewahrsam üblich.
Quelle: NOS · Man overleden bij aanhouding door politie in Rotterdam
2. Zehntausende bei Klimamarsch in Amsterdam
Tausende Menschen zogen am Samstag vom Dam zum Museumplein, um mehr Klimaschutz zu fordern. Die Organisatoren der Klimacrisis-Koalition sprachen von rund 40.000 Teilnehmenden, Polizei und Stadt nannten keine Zahlen. Gefordert wurde der Ausstieg aus fossilen Brennstoffen und ein schnellerer Umstieg auf saubere Energie. Die Rekordbeteiligung von 2023 mit etwa 85.000 Menschen wurde nicht erreicht.
Quelle: NOS · Duizenden mensen bij klimaatmars in Amsterdam: 'Holy moly, stop met olie'
3. Verurteilter Waffenhändler Guus Kouwenhoven mit 84 Jahren gestorben
Der flüchtige niederländische Geschäftsmann Guus Kouwenhoven ist laut liberianischen Medien im Alter von 84 Jahren gestorben. Er war 2017 in Abwesenheit zu 19 Jahren Haft verurteilt worden – wegen illegalen Waffenhandels und Beihilfe zu Kriegsverbrechen in Liberia und Guinea. Kouwenhoven lieferte Waffen an Diktator Charles Taylor und verstieß damit gegen UN-Embargos. Versuche, ihn aus Südafrika auszuliefern, scheiterten wiederholt.
Quelle: NOS · Voortvluchtige Nederlandse wapenhandelaar Guus Kouwenhoven (84) overleden
4. Busunglück in der Schweiz: 13 Passagiere zurück in den Niederlanden
Dreizehn Insassen des am Donnerstag in der Schweiz verunglückten Reisebusses sind in die Niederlande zurückgekehrt, weitere fünf folgen per Krankenwagen, Taxi und Flugzeug. Elf Verletzte liegen noch im Krankenhaus, einer auf der Intensivstation. Fünf Niederländer kamen bei dem Unglück nahe Susch ums Leben, 40 Insassen wurden verletzt. Probleme mit fehlenden Ausweisdokumenten, die im Bus lagen, sind inzwischen gelöst.
Quelle: NOS · 13 passagiers busongeluk Zwitserland terug in Nederland
5. 250 Gitarristen ehren in Hilversum John Mayers Album „Continuum“
Zum 20. Jahrestag des Albums „Continuum“ spielten 250 Gitarristen vor dem Institut Beeld & Geluid in Hilversum gemeinsam den Song „Waiting on the World to Change“. Initiator war der Sänger und Gitarrist Ed Struijlaart, der in diesem Monat eine Theatertournee über das Album unternimmt. Die Teilnehmer waren zwischen 10 und 79 Jahre alt. Nach Struijlaarts Worten habe Mayer eine ganze Generation von Gitarristen inspiriert.
Quelle: NOS · 250 gitaristen brengen in Hilversum ode aan jubilerend bluesalbum John Mayer
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Frankreich
1. Regierung plant Steuererleichterungen für Schenkungen – und Rentendebatte
Für den Haushalt 2027 erwägt die Regierung laut einem internen Papier höhere Freibeträge für familiäre Schenkungen und eine deutlich niedrigere Besteuerung, um Vermögen früher an jüngere Generationen weiterzugeben. Premierminister Sébastien Lecornu begründet dies mit der Stützung der Konjunktur und der Solidarität zwischen den Generationen. Parallel startet er eine Konsultation über eine mögliche Aussetzung der Rentenanpassung als Beitrag zur Haushaltssanierung. Seine Budgetpläne will Lecornu am 30. September vorlegen.
Quelle: Le Figaro · Exonération, taux unique : le plan choc de Matignon sur les donations pour «faire circuler le patrimoine plus tôt vers les jeunes générations»
2. Präsidentschaftswahl 2027: Retailleau setzt auf Radikalität, Philippe auf Geduld
Der Kandidat der Republikaner, Bruno Retailleau, profiliert sich mit einer „vernünftigen Radikalität“ und einem angekündigten „verfassungsrechtlichen Urknall“, so auch bei einem Auftritt vor Jungmitgliedern in Nogent-sur-Marne. Édouard Philippe (Horizons) gab sich dagegen als „Schildkröte“ und spottete über die „Hasen“ im Rennen; er erneuerte sein Angebot eines Treffens mit Retailleau und Attal zu Allerheiligen. Marine Le Pen plädiert für einen „unvollkommenen, aber funktionsfähigen“ Haushalt noch vor der Wahl.
Quelle: Le Monde · Présidentielle 2027 : Bruno Retailleau pousse le curseur de « la radicalité raisonnable » pour marquer sa différence
3. Céline Dions gefeiertes Comeback bei Paris
Nach mehr als sechs Jahren Bühnenabstinenz eröffnete Céline Dion am Samstagabend in La Défense bei Paris eine Serie von 26 Konzerten, sichtlich bewegt mit „On ne change pas“. Im Publikum saßen Prominente wie Michelle Obama, Thomas Pesquet und Aya Nakamura. Kritiker loben eine sehr menschliche Show; Fans hatten tagelang vor ihrem Hotel ausgeharrt. Für die Hauptstadt werden erhebliche wirtschaftliche Effekte erwartet.
Quelle: Le Monde · Céline Dion remonte sur scène en chantant « On ne change pas », après plus de six ans d’absence
4. Streik bei Radio France wegen Kolumnist von „Valeurs actuelles“
Die Beschäftigten des öffentlichen Rundfunks sind am Sonntag und Montag zum Streik aufgerufen. Anlass ist die Verpflichtung von Charles Sapin, stellvertretender Chefredakteur des ultrakonservativen Magazins „Valeurs actuelles“, für eine politische Kolumne am Sonntagmorgen auf France Inter. Rund 300 Persönlichkeiten, darunter Annie Ernaux, Josiane Balasko und Lilian Thuram, protestieren in einem Aufruf gegen die Sendung. Die Debatte dreht sich um die Grenzen des Pluralismus und die Normalisierung der extremen Rechten.
Quelle: Le Monde · A Radio France, deux jours de grève et des interrogations sur les limites d’un pluralisme qui banalise l’extrême droite
5. TER-Entgleisung in der Normandie: Ermittlungen ohne klares Ergebnis
Ein Regionalzug war in der Normandie mit einem fünf Meter langen und 300 Kilogramm schweren Schienenstück kollidiert, das auf dem Gleis lag. Zunächst galt die Spur eines mutwilligen Eingriffs als vorrangig. Die Staatsanwaltschaft teilte am Samstagabend jedoch mit, derzeit gebe es keine Hinweise, die den Vorfall als Sabotage oder Anschlag einstufen ließen. Die Ursache für die Lage des Schienenstücks bleibt offen.
Quelle: France Info · "A ce stade", "aucun élément" ne permet de considérer le déraillement d'un TER en Normandie comme "un acte de malveillance" ou "un attentat"
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Tschechien
1. EU-Audit: Tschechien drohen Rückzahlungen von sechs Milliarden Kronen an Agrarbeihilfen
Nach Ergebnissen eines Audits der Europäischen Kommission könnte Tschechien rund sechs Milliarden Kronen an ausgezahlten Agrarsubventionen zurückerstatten müssen. Geprüft wurde, ob mehrere Nutzer Beihilfen für dieselbe Fläche bezogen haben. Das Landwirtschaftsministerium widerspricht den Schlussfolgerungen und will sie anfechten, berichtet die Zeitung Mladá fronta DNES. Anlass für die Audits in den EU-Staaten waren Betrugsfälle mit Agrarsubventionen in Griechenland.
Quelle: CT24 · MfD: Česku hrozí, že bude muset vrátit šest miliard vyplacených na zemědělských dotacích
2. Tschechischer Bergsteiger in den französischen Alpen von Steinschlag getötet
Am Donnerstag kam auf der Route zum Mont Blanc ein tschechischer Bergsteiger ums Leben. Der etwa 40-jährige Mann wurde in einem gefährlichen Felsabschnitt von herabstürzendem Gestein getroffen. Über den Fall berichteten die Agentur AFP und die Zeitung Le Dauphiné Libéré, das tschechische Außenministerium bestätigte die Information. Auf demselben Abschnitt starben bereits im Juli zwei weitere Tschechen.
Quelle: CT24 · V Alpách zahynul český horolezec, zasáhlo ho padající kamení
3. Vizepräsidentin des Abgeordnetenhauses reiste trotz abgelehnter Genehmigung nach Kyjiw
Barbora Urbanová (STAN), Vizepräsidentin des tschechischen Abgeordnetenhauses, traf in Kyjiw die stellvertretende Parlamentsvorsitzende der Ukraine, Olena Kondratjuk. Darüber informierte das ukrainische Parlament auf seiner Website. Der Organisationsausschuss der Kammer hatte die Reise zuvor nicht genehmigt; Parlamentspräsident Tomio Okamura (SPD) wies politische Motive für die Ablehnung zurück.
Quelle: CT24 · Místopředsedkyně sněmovny Urbanová navštívila Kyjev
4. Umfrage: Jeder achte Bauherr wurde um Bestechungsgeld gebeten
Laut einer Ipsos-Umfrage unter tausend Befragten stießen 13 Prozent der Bauherren im Genehmigungsverfahren auf die Forderung nach Schmiergeld, am häufigsten in Südböhmen, Nordmähren und der Region Ústí. Die Vorsitzende des Vereins Oživení sieht die Ursache in der Komplexität und Intransparenz des Verfahrens. Der Städte- und Gemeindebund nennt den Anteil hoch. Die geforderten Summen lagen meist zwischen 10.000 und 50.000 Kronen.
Quelle: CT24 · Zdlouhavé a netransparentní. S úplatky se setkalo třináct procent stavebníků
5. Ausstellung „Farben des Widerspruchs“ zeigt Künstler der Charta 77
Die Schau „Barvy nesouhlasu“ widmet sich der tschechischen bildenden Kunstszene, die mit der Bürgerrechtsbewegung Charta 77 verbunden war. Alle vorgestellten Künstler unterzeichneten das Dokument und trugen dafür Konsequenzen, arbeiteten aber in sehr unterschiedlichen Stilen. Ein Schaffen unter Pseudonym kam für sie nicht infrage.
Quelle: Seznam Zpravy · Tvořit pod pseudonymem nešlo. Umělci, kteří podepsali Chartu 77, se neschovali
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