EuropaHORN am Morgen · Archiv
EuropaHORN am Morgen – Samstag, 19. September 2026
Diese Ausgabe wurde am Samstag, 19. September 2026 versendet und enthält 40 Meldungen. Die aktuellen Meldungen stehen auf EuropaHORN am Morgen; der Newsletter ist dort kostenfrei zu abonnieren.
Polen
1. Moody's senkt erstmals Polens Rating
Die Ratingagentur Moody's hat die Bonitätsnote Polens von A2 auf A3 herabgestuft und den Ausblick von negativ auf stabil geändert. Es ist die erste Herabstufung Polens durch diese Agentur überhaupt.
Quelle: Rzeczpospolita · Agencja Moody's straciła cierpliwość. Pierwszy raz w historii obniżyła rating Polski
2. Gericht lehnt Haft für Abgeordneten Król ab
Das Gericht in Kattowitz hat den Antrag der Europäischen Staatsanwaltschaft auf Untersuchungshaft für den KO-Abgeordneten und Vorsitzenden des Rates für Nationale Medien, Wojciech Król, abgelehnt. Zuvor waren ihm zwei weitere Vorwürfe mit Korruptionsbezug eröffnet worden.
Quelle: Gazeta Wyborcza · Sąd nie zgodził się na aresztowanie posła Wojciecha Kr�la
3. Nawrocki bringt eigenen Plan gegen hohe Spritpreise ein
Präsident Karol Nawrocki hat im Sejm einen Gesetzentwurf eingebracht, der die Preise an den Tankstellen senken und die Inflation dämpfen soll. Vorgesehen sind unter anderem eine behördliche Begrenzung der Margen der Konzerne und die Aussetzung der Einzelhandelssteuer. Der Entwurf gilt als Alternative zur sogenannten Windfall Tax.
Quelle: Rzeczpospolita · Prezydencka alternatywa dla windfall tax już w Sejmie
4. Umfrage: Polen wollen Hołownia nicht in der Regierung
Eine Mehrheit der Befragten spricht sich gegen einen Regierungsposten für Szymon Hołownia aus. Das ergab eine Erhebung von SW Research im Auftrag von Onet.
Quelle: Onet · Szymon Hołownia w rządzie? Polacy mają jasne stanowisko [SONDAŻ]
5. Sejm beschließt einstimmig Gesetz zur persönlichen Assistenz
Das Familienministerium rechnet damit, dass rund 100.000 Menschen mit Behinderungen die Assistenzleistung nutzen werden. Fachleute kritisieren, dass Personen über 65 Jahre von der Unterstützung ausgeschlossen bleiben.
Quelle: Gazeta Wyborcza · Ustawa o asystencji osobistej. Sejm był jednomyślny
Aktuelle Meldungen aus Polen →
Ungarn
1. Regierungsbeschluss: Autobahn-Konzession von Mészáros rechtlich bedenklich
Die ungarische Regierung hat in einem Beschluss festgehalten, dass die Autobahn-Konzession des Unternehmerkreises um Lőrinc Mészáros schwere ungarische und EU-rechtliche Bedenken aufwirft. Nach Auffassung der Regierung ist das Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenwert im Vertrag auffällig.
Quelle: Telex · Kormányhatározat született arról, hogy súlyos magyar és uniós jogi aggályokat vet fel a Mészáros-féle autópálya-koncesszió
2. Sozialarbeiter demonstrieren für höhere Löhne – Magyar dämpft Erwartungen
Beschäftigte des Sozialsektors forderten bei einer Demonstration eine sofortige Lohnerhöhung von 25 Prozent und bessere Arbeitsbedingungen. Ministerpräsident Péter Magyar erklärte, selbst 25 Prozent bedeuteten keine wirkliche Lohnangleichung. Man habe einen ausgebluteten Haushalt vom Vorgängerkabinett übernommen; bei dessen Umbau müsse entschieden werden, ob es in diesem Jahr eine Einmalzahlung oder eine Lohnerhöhung gebe.
Quelle: HVG · Magyar Péter a béremelésért tüntető szociális dolgozóknak: Tudjuk, hogy még egy 25 százalékos béremelés sem jelent érdemi és valós bérfelzárkóztatást
3. Streit im rechten Lager um Friedensmarsch am 23. Oktober
Das Civil Összefogás Fórum (CÖF) hält einen Friedensmarsch am 23. Oktober für verfrüht, obwohl der Kreis um Zsolt Bayer die Veranstaltung bereits angekündigt hat. Damit zeigen sich Unstimmigkeiten unter den Organisatoren der traditionellen Aufmärsche.
Quelle: 444 · Zavar a menetelők között: a CÖF idő előttinek tartja az október 23-ai Békemenetet
4. Geheime Kötcse-Rede Orbáns veröffentlicht
Das Portal Igeforrás hat Orbáns Rede vor geschlossenem Kreis in Kötcse publik gemacht. Darin sagte der Fidesz-Chef über die „Mosaik-Rechte“: „Hören wir damit auf, das schlage ich vor.“ Er erklärte zudem, Präsident Sulyok sei geflohen, das intellektuelle Hinterland des Fidesz existiere nicht mehr und die Immunität werde Fidesz-Politiker nicht schützen; Balázs Orbán verteidigte er. Für den Herbst höre er, die Wirtschaft laufe gegen die Wand.
Quelle: 444 · Orbán a mozaikjobboldalról: Ezt hagyjuk abba, azt javaslom
5. Krasznahorkai: Ungarn sind unfair zur Tisza-Regierung
Der Literaturnobelpreisträger László Krasznahorkai kritisierte in einem Interview mit Partizán, die Ungarn seien gegenüber der Tisza-Regierung unbillig. Er sprach zudem über seinen Briefwechsel mit Viktor Orbán, über Szilveszter Ókovács und Mihály Vörösmarty sowie darüber, warum es gut war, dass er das Drehbuch zum letzten Film von Béla Tarr nicht schrieb.
Quelle: Telex · Krasznahorkai László: Méltánytalanok a magyarok a Tisza-kormánnyal
Aktuelle Meldungen aus Ungarn →
Österreich
1. Klimagesetz geht in Begutachtung – Umweltgruppen üben scharfe Kritik
Die Regierung hat am Freitag das lang erwartete Klimagesetz in Begutachtung geschickt. Bis 2040 soll Klimaneutralität durch Emissionsreduktion, Anpassungsmaßnahmen und Kreislaufwirtschaft erreicht werden. Umweltorganisationen kritisieren, dem Gesetz fehle der „Biss“, es brauche konkretere Zielpfade. Wirtschaftsvertreter sehen darin dagegen vor allem eine Belastung für Betriebe.
Quelle: ORF · Scharfe Kritik von Umweltorganisationen
2. FPÖ inszeniert sich als „Schutzherr jüdischer Interessen“
FPÖ-Chef Herbert Kickl und sein Vertreter im Europaparlament loben laut „Presse“ israelische Siedler im Westjordanland. Zudem fordern sie eine Verlegung der österreichischen Botschaft nach Jerusalem. Gleichzeitig denunzieren sie die Wiener Israelitische Kultusgemeinde.
Quelle: Die Presse · FPÖ: „Wir sind die neuen Schutzherren für jüdische Interessenlagen“ [premium]
3. Streit um WKO-Gehälter landet vor dem OGH
Die Gehaltserhöhung von 4,2 Prozent in der Wirtschaftskammer hatte WKO-Chef Harald Mahrer den Posten gekostet. Der Betriebsrat der Kammer beharrt weiter auf der Lohnsteigerung. Nun muss der Oberste Gerichtshof über den Fall entscheiden.
Quelle: Die Presse · Streit um WKO-Gehälter: Nun muss der OGH entscheiden [premium]
4. Betriebsrat klagt Integrationsfonds: Vorwurf einer „Angstkultur“
Vor dem Wiener Arbeits- und Sozialgericht wehrt sich ein Betriebsratsmitglied des Integrationsfonds gegen seine Versetzung. Der Kläger spricht von einer „Angstkultur“ in der Organisation. Das Verfahren legt laut Bericht tiefe Risse innerhalb der Einrichtung offen.
Quelle: Der Standard · Betriebsrat klagt Integrationsfonds: "Es herrscht eine Angstkultur"
5. Albertina bringt Picasso und Bacon erstmals gemeinsam nach Wien
Zum Start der Herbstsaison zeigt die Albertina die Schau „Picasso – Bacon. What It Feels Like to Be Human“. Erstmals werden die beiden bedeutendsten figurativen Maler des 20. Jahrhunderts gemeinsam in Wien präsentiert. Im Zentrum stehen Francis Bacons schonungslose Menschendarstellungen, geprägt von Begehren und Schmerz.
Quelle: ORF · Picasso trifft auf Bacon
Aktuelle Meldungen aus Österreich →
Schweiz
1. 15 Jahre Haft nach Messerangriff auf Kindergartenkinder in Zürich
Ein chinesischer Student hat 2024 in Zürich Kindergartenkinder mit einem Messer angegriffen. Nun ist er zu 15 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden.
Quelle: SRF · Attacke auf Kinder in Zürich – Chinesischer Student zu 15 Jahren Freiheitsstrafe verurteilt
2. Schweiz führt Gesetz zu Flugpassagierdaten ein
Ab 2027 wird die Schweiz Daten von Flugpassagieren auswerten. Ziel ist die Bekämpfung von Terrorismus und Schwerstkriminalität.
Quelle: SRF · Kampf gegen Terrorismus – Die Schweiz führt das Flugpassagierdaten-Gesetz ein
3. Deutsche Auswanderer zieht es vor allem in die Schweiz
Eine Datenanalyse der NZZ zeigt: Wer Deutschland verlässt, wählt besonders häufig das Nachbarland Schweiz als neues Zuhause. Die Gründe dafür seien eindeutig.
Quelle: NZZ · DER ANDERE BLICK MIT DATEN - Der deutsche Exodus in die Schweiz
4. Schweizer Investoren warnen vor Risiken der künstlichen Intelligenz
Die Schweizer Organisation Macroscopic Ventures wurde mit Beteiligungen an Anthropic reich und investiert Millionen in die Erforschung von KI-Risiken. Mitgründer Jonas Vollmer hält es für gefährlich, der Technologie immer mehr Kontrolle zu überlassen. Er erwartet, dass KI in einigen Jahren die physische Welt direkt beeinflussen wird.
Quelle: NZZ · Die Schweizer Organisation Macroscopic Ventures wurde mit Anthropic reich – ihr Mitgründer sagt: «In einigen Jahren wird KI die physische Welt direkt beeinflussen»
5. Als Churchill in Zürich wie ein Popstar gefeiert wurde
Im Sommer 1946 verbrachte der britische Kriegspremier Winston Churchill Ferien in der Schweiz. Vor seiner Rückreise hielt er in Zürich eine Rede und wurde mit tosendem Applaus bedacht. Die Bevölkerung beschenkte ihn unter anderem mit Honig, Fischerruten und Haarwasser.
Quelle: NZZ · Die Schweizer schenkten ihm Honig, Fischerruten und Haarwasser: Winston Churchill wurde in Zürich gefeiert wie ein Pop-Star
Aktuelle Meldungen aus Schweiz →
Italien
1. Lehrerin in Rom niedergestochen: „Ich würde ihn umarmen“
Die Römer Lehrerin Isabella Marsilio wurde nach eigener Schilderung von einem Schüler mit einem Messer angegriffen; gerettet habe sie ein Schüler aus dem Kongo. Auslöser sei ein Test zum Ausgleich einer offenen Note gewesen, der Angreifer ein unruhiger Schüler. Sie würde ihm gern begegnen und ihn umarmen, ihre Ansichten zur „Remigration“ änderten sich dadurch nicht.
Quelle: la Repubblica · La professoressa accoltellata: “Vorrei incontrare il ragazzo che mi ha aggredito e abbracciarlo”
2. Giorgetti: Energieschock ist Problem Nummer eins
Wirtschaftsminister Giorgetti bezeichnet den Energieschock als größtes Problem: Die Preise für Öl und Gas träfen alle, Europa müsse eingreifen. Er zeigt sich zuversichtlich mit Blick auf Milliarden aus der Haushaltsflexibilität und kritisiert die EZB wegen der Zinserhöhung.
Quelle: la Repubblica · Allarme bollette di Giorgetti: “Lo shock energetico è il problema numero uno”
3. Inter-Legende Sandro Mazzola mit 83 Jahren gestorben
Sandro Mazzola, jahrzehntelanges Symbol von Inter Mailand, ist im Alter von 83 Jahren gestorben. Der Klub würdigte ihn in einer Mitteilung als „einen der größten Fußballer der Geschichte“.
Quelle: ANSA · Addio a Sandro Mazzola, la bandiera dell'Inter aveva 83 anni
4. Turin: Spannungen bei Protest gegen Vannacci
Bei einer Kundgebung gegen General Vannacci in Turin kam es zu Spannungen mit der Polizei. Vannacci nannte die Demonstranten „antidemokratisch“. Das Innenministerium erklärte, es gebe keine Maßnahmen zur Auflösung von FnV.
Quelle: ANSA · Presidio a Torino contro Vannacci, tensione con gli agenti
5. Mailand: Riesiges Wandbild ehrt Ornella Vanoni
In Mailand würdigt ein mehr als 850 Quadratmeter großes Wandbild die Sängerin Ornella Vanoni. Geschaffen wurde es vom US-amerikanischen Konzeptkünstler Hank Willis Thomas im Auftrag von Collistar.
Quelle: ANSA · A Milano un murale di oltre 850 metri quadrati celebra Ornella Vanoni
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Niederlande
1. Kabinett lässt 250 kranke Kinder aus Gaza nach Jordanien ausfliegen
Die niederländische Regierung organisiert die Evakuierung von 250 kranken Kindern aus Gaza zur medizinischen Behandlung nach Jordanien. Insgesamt stellt das Kabinett dafür zwölf Millionen Euro für medizinische Hilfe an palästinensische Kinder bereit. Trotz der Waffenruhe sei in Gaza kaum noch Versorgung verfügbar. Vor dem Sommer hatte eine Mehrheit der Zweiten Kammer die Regierung zu einem konkreten Plan aufgefordert.
Quelle: NRC · Kabinet regelt evacuatie 250 zieke kinderen uit Gaza naar Jordanië, ondanks bestand ‘amper’ zorg beschikbaar in Gaza
2. Festnahmen wegen Ausbeutung in indischen Restaurants
Der Fahndungsdienst der niederländischen Arbeitsinspektion hat zwei Eigentümer mehrerer indischer Restaurants festgenommen. Ihnen werden Menschenschmuggel und Ausbeutung vorgeworfen; Europol spricht von mehr als siebzig Opfern. Betroffen sind acht Lokale mehrerer Gastronomieketten, unter anderem in Utrecht, Amsterdam, Den Haag, Hoofddorp und Hilversum. Bei einer früheren Kontrolle waren bereits schwere Missstände festgestellt worden.
Quelle: NOS · Twee arrestaties om mensensmokkel en uitbuiting bij Indiase restaurants
3. Prozesse nach Malieveld-Krawallen: Blick auf die Motive der Täter
Ein Jahr nach den rechtsextremen Krawallen stehen die Beteiligten vor Gericht, die Brände legten und Polizisten angriffen. Im Gerichtssaal nennt der eine Sorgen um die Zukunft der Niederlande, ein anderer die Wohnungsnot als Beweggrund. Wieder andere verweisen auf persönliche Probleme sowie „Wodka und Benzos“. Rini H. warf nach eigener Darstellung für seine „Familie und künftigen Kinder“ eine Tischplatte und einen Kanaldeckel auf die Polizei.
Quelle: NRC · Het was voor zijn ‘familie en toekomstige kinderen’ dat Rini H. een tafelblad en een putdeksel naar de politie gooide
4. Vorwurf: Kreml-Propaganda im Podcast von Forum voor Democratie
Die Partei Forum voor Democratie will nicht als pro-russisch bezeichnet werden. In ihrem Format „The Forum & Friends“ sei jedoch unverhohlene Kreml-Propaganda zu hören, berichtet de Volkskrant.
Quelle: de Volkskrant · FvD wil niet pro-Russisch genoemd worden, maar in The Forum & Friends klinkt onversneden Kremlin-propaganda
5. Rotterdam benennt Platz nach Dichter Jules Deelder
Sechs Jahre nach seinem Tod hat der Rotterdamer Dichter Jules Deelder einen eigenen Platz in seiner Stadt bekommen. Seit gestern trägt ein Platz mitten im Zentrum den Namen J.A. Deelderplein. Die Idee bestand schon länger, war wegen der Vorschriften aber erst jetzt umsetzbar: Eine Benennung ist frühestens fünf Jahre nach dem Tod einer Person möglich.
Quelle: NOS · Dichter Jules Deelder heeft nu eigen plein in zijn Rotterdam
Aktuelle Meldungen aus Niederlande →
Frankreich
1. Macron warnt Präsidentschaftskandidaten vor russischem Hybridkrieg
Der Staatschef hat am Freitag im Elysée die Präsidentschaftskandidaten und Parteichefs zu einer vertraulichen Darstellung der Bedrohungslage empfangen. Hintergrund ist die Zunahme von Angriffen und verdächtigen Unfällen in Europa. Macron betont die Gefahr einer Verschärfung des hybriden Krieges Russlands gegen Frankreich.
Quelle: Le Monde · Pourquoi Emmanuel Macron insiste sur les risques d’intensification de la guerre hybride russe en France
2. Spritpreise: Opposition und Kandidaten fordern weitergehende Maßnahmen
Die Regierung hat ihre gezielten Hilfen verlängert, doch Opposition und Präsidentschaftsbewerber verlangen ehrgeizigere Schritte zur Entlastung der Kaufkraft. Diskutiert werden unter anderem Preisblockaden und Steuersenkungen. Laut Le Monde wären viele dieser Vorschläge für die Staatsfinanzen und das Klima sehr kostspielig.
Quelle: Le Monde · La grande valse des propositions pour freiner l’envolée des prix du carburant, entre blocage des prix et baisse des taxes
3. Paris protestiert gegen russischen Zugriff auf französische Firmen
Frankreich fordert Moskau auf, die Unterstellung russischer Tochtergesellschaften mehrerer französischer und europäischer Unternehmen unter vorläufige Verwaltung zurückzunehmen. In einer gemeinsamen Mitteilung kritisieren Wirtschafts- und Außenministerium die Maßnahme als unbegründet.
Quelle: Le Figaro · Prise de contrôle d'entreprises françaises par la Russie : Paris appelle Moscou à «revenir» sur sa décision
4. Bayrou wirbt erneut für Vorwahl der politischen Mitte
Zum Saisonauftakt des MoDem hat dessen Vorsitzender François Bayrou eine Vorwahl gefordert, die von der Rechten bis zur gemäßigten Linken reicht. Seit dem Sommer spricht er von einer Vorwahl der „großen Mitte“. Den bereits erklärten Bewerbern Édouard Philippe und Gabriel Attal fehle aus seiner Sicht die Legitimität einer solchen Nominierung.
Quelle: France Info · Lors de la rentrée du MoDem, François Bayrou a plaidé à nouveau pour une primaire allant de la droite à la gauche modérée
5. Zidanes erstes Aufgebot bringt neue Gesichter in die Équipe tricolore
Der neue Nationaltrainer Zinédine Zidane hat 23 Spieler für seine erste Zusammenkunft nominiert. Dabei sind Estéban Lepaul und Lucas Da Cunha, nicht aber N'Golo Kanté und Aurélien Tchouaméni. Auf dem Programm stehen Partien gegen die Türkei, Italien sowie ein Doppelduell mit Belgien in der Nations League.
Quelle: France Info · Equipe de France : Zinédine Zidane dévoile sa première liste avec Estéban Lepaul et Lucas Da Cunha mais sans N'Golo Kanté ni Aurélien Tchouameni
Aktuelle Meldungen aus Frankreich →
Tschechien
1. US-NATO-Botschafter rügt Prag: Verteidigungsausgaben enttäuschend
Der US-Botschafter bei der NATO, Matthew Whitaker, hat Tschechien auf dem IISS-Gipfel in Prag für zu langsam wachsende Verteidigungsausgaben kritisiert und die Haltung des Landes als Enttäuschung für die USA bezeichnet. Premier Andrej Babiš (ANO) verweist darauf, dass Tschechien im kommenden Jahr die Mindestgrenze von zwei Prozent des BIP erfüllen wolle und transparent mit den Verbündeten verhandle.
Quelle: CT24 · Zklamání, říká velvyslanec USA o výdajích Česka na obranu. Babiš je hájí
2. Mehr Polizeistreifen an Bahnhöfen wegen russischer Bedrohung
Die tschechische Polizei hat laut Innenminister Lubomír Metnar (ANO) in den vergangenen Tagen die Streifentätigkeit an Bahnhöfen des öffentlichen Verkehrs verstärkt. Anlass sind Hinweise auf russische Bedrohungen. Premier Andrej Babiš hatte erklärt, Tschechien sei einem hybriden Krieg Moskaus ausgesetzt, nachdem Polens Regierungschef Donald Tusk von geplanten hybriden Angriffen mit Drohnen und Raketen gegen Unterstützerstaaten der Ukraine gesprochen hatte.
Quelle: CT24 · Policie kvůli ruským hrozbám posílila hlídky u nádraží, uvedl Metnar
3. Psychiater Cimický: Fünf Jahre Haft rechtskräftig bestätigt
Das Berufungsgericht hat die fünfjährige Haftstrafe und das zehnjährige Berufsverbot für den Psychiater Jan Cimický bestätigt. Er wurde in allen Anklagepunkten schuldig gesprochen: vier sexuelle Übergriffe und 35 Fälle von Erpressung. Der 78-Jährige erschien nicht zur Verhandlung und hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen. Mehrere Patientinnen hatten ihn 2021 angezeigt.
Quelle: CT24 · Odvolací soud potvrdil psychiatrovi Cimickému pět let vězení
4. Zeman soll bei Prager Konferenz mit Putin-Ideologen auftreten
In Prag soll am Samstag ein von der EU sanktionierter Ideologe Wladimir Putins sprechen. Die Veranstalter kündigen auch Auftritte von Miloš Zeman und Jindřich Rajchl an. Der außenpolitische Experte der Motoristé, Jan Zahradil, sagte seine Teilnahme nach Nachfragen von Seznam Zprávy ab.
Quelle: Seznam Zpravy · Na akci s Putinovým ideologem má vystoupit Zeman. Zahradil si účast rozmyslel
5. Südmähren: Weinlese fällt um ein Drittel kleiner aus
Die Winzer in Südmähren ernten dieses Jahr deutlich weniger Trauben als erwartet. Durch die sommerliche Hitze reiften die Beeren schneller als üblich, blieben aber viel kleiner. Die Qualität sei laut Winzern hoch, der Ertrag dürfte ersten Schätzungen zufolge jedoch um etwa ein Drittel niedriger ausfallen.
Quelle: iROZHLAS · ‚Kvalitativně vynikající, výnos poloviční.‘ Hroznové víno dozrálo na jižní Moravě rychleji, než mělo
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