EuropaHORN am Morgen · Archiv
EuropaHORN am Morgen – Samstag, 10. Oktober 2026
Diese Ausgabe wurde am Samstag, 10. Oktober 2026 versendet und enthält 55 Meldungen. Die aktuellen Meldungen stehen auf EuropaHORN am Morgen; der Newsletter lässt sich dort abonnieren – samstags kostenlos, sonst im Abo.
Polen
1. Schulanschläge: Landesweite Kontrollen enden mit 59 Festnahmen
Die Polizei hat nach den Angriffen an Schulen fast 35.000 Einrichtungen überprüft und landesweit 59 Menschen festgenommen. Ziel der Einsätze war es, Kinder, Jugendliche und alle Beschäftigten der Bildungseinrichtungen zu schützen.
2. Venedig-Kommission sieht im Streit ums Verfassungsgericht Reformbedarf
Die Venedig-Kommission hat eine Stellungnahme zur Lage am Verfassungstribunal und zu den Befugnissen des Präsidenten angenommen. Nach ihrer Einschätzung sind grundlegende Änderungen im System nötig, um die gegenwärtige Situation zu lösen. Bis zur Veröffentlichung bleibt das Dokument unter Verschluss.
3. Pegasus-Untersuchung: Sejm-Ausschuss legt Montag öffentlichen Berichtsteil vor
Der Untersuchungsausschuss des Sejm zu Pegasus will am Montag den öffentlichen Teil seines Berichts präsentieren. Er behandelt Kauf, Rechtmäßigkeit und Einsatzweise des Systems, wie Ausschusschefin Magdalena Sroka mitteilte. Sie kündigte zudem weitere Anzeigen bei der Staatsanwaltschaft an.
4. Nawrockis Reitpferde: Knapp die Hälfte der Befragten sieht Haltung kritisch
Fast die Hälfte der Polen bewertet es negativ, dass auf dem Gelände der Präsidentenresidenz Pferde stehen, die Karol Nawrocki und seine Familie nutzen können. Das zeigt eine Umfrage von SW Research. Die Befürworter dieser Lösung sind deutlich in der Minderheit.
5. Luk Perceval bringt Aischylos' Trilogie ans Warschauer Nationaltheater
Am Samstag, dem 10. Oktober, hat im Saal Bogusławski die „Orestei“ nach Aischylos' Trilogie Premiere. Es ist die erste Inszenierung, die Luk Perceval am Nationaltheater erarbeitet hat. Zu den Darstellern zählen Danuta Stenka, Mariusz Bonaszewski und Cezary Kosiński.
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Ungarn
1. Exim-Bank: Kapitány zeigt zwei weitere dubiose Fälle an, Verdachtssumme steigt auf 1300 Milliarden
Kapitány István hat in zwei weiteren Angelegenheiten rund um die Exim-Bank Anzeige erstattet. Die Fälle haben zusammen ein Volumen von 166 Milliarden Forint. Insgesamt summieren sich die verdächtigen Vorgänge bei der Bank damit auf 1300 Milliarden Forint.
2. Absprachen-Verdacht: Regierung stoppt Südringbahn-Ausbau und trennt sich von Mészáros-Baufirma
Die Regierung hat die Baufirma V-Híd von Lőrinc Mészáros von sämtlichen laufenden Vergabeverfahren ausgeschlossen. Wegen abgesprochenen Vorgehens drohe Ungarn der Verlust von 350 Milliarden Forint an EU-Mitteln. Deshalb wird die zweite Bauphase der Südlichen Eisenbahnumfahrung ausgesetzt und der Vertrag mit V-Híd aufgelöst. Das wurde bei der Pressekonferenz des Ministerpräsidenten am Freitag bekannt.
3. Kulturfonds-Gelder für Auftritte bei Fidesz-Treffen: Sängerin Tóth Gabis Firma kassierte Millionen
Die Firma der Sängerin Tóth Gabi hat laut Dokumenten, die Molnár Áron erlangt hat, binnen fünf Monaten 52 Millionen Forint aus Mitteln des Nationalen Kulturfonds erhalten. Viele ihrer Auftritte fielen mit Zusammenkünften der Fidesz-nahen DPK zusammen. In einem Fall gab es für 45 Minuten Gesang 3,3 Millionen Forint.
4. Feuerwerk zum Staatsfeiertag: Innenressort sieht keine gravierenden Verstöße bei der Auftragsvergabe
Die Prüfung des Innenministeriums zur Vergabe des Feuerwerks am 20. August hat keine nennenswerten Unregelmäßigkeiten ergeben. Die zuständige Kommission hält die durchgesickerte Korrespondenz nicht für einen Beleg, dass der Gewinner von vornherein feststand.
5. Kulturpolitik nach dem Machtwechsel: Theaterkritikerin und Ex-Staatssekretär streiten über Rolle der Künstlerakademie
Die Theaterkritikerin Csáki Judit und der frühere Staatssekretär L. Simon László, Leiter der Literatursektion der Ungarischen Kunstakademie, haben in einem Podcast über die Zukunft der Kultur debattiert. Uneinig waren sie schon darüber, welche Rolle die Akademie in der Orbán-Ära spielte: parteipolitische oder ideologische Hochburg oder offenes Kunstzentrum. Moderiert hat Stumpf András.
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Österreich
1. JD.com darf Ceconomy schlucken – Wien erteilt Freigabe mit strengen Auflagen
Das Wirtschaftsministerium in Wien hat dem chinesischen Technologiekonzern JD.com erlaubt, Ceconomy, die deutsche Muttergesellschaft von MediaMarkt, zu übernehmen. Die Erlaubnis ist an strenge Auflagen geknüpft, über deren Inhalt das Ministerium bislang nichts Näheres mitteilte. Die Prüfung durch die EU läuft noch.
2. Stocker will beim EU-Haushalt den Rotstift ansetzen, nur nicht bei der Landwirtschaft
Die österreichische Regierung tritt für Einschnitte im EU-Budget in der Größenordnung mehrerer Hundert Milliarden Euro ein. Kanzler Christian Stocker hält es für ein „falsches Zeichen“, den EU-Haushalt vom Sparen auszunehmen. Eine Kürzung der Agrarmittel schließt er allerdings als Option aus.
3. Proteste an mehreren Orten: Schulkinder-Kopftuchverbot stößt auf Widerstand
An mehreren Orten gingen am Freitag Hunderte Menschen gegen das Kopftuchverbot für Kinder unter 14 Jahren an Schulen auf die Straße. Ministerin Claudia Bauer wies den Protest zurück und nannte den Druck auf Mädchen „höchst bedenklich“.
4. Airport Wien drängt auf Abschaffung der Flugabgabe
Ein Vorstandsmitglied des Flughafens Wien verlangt, die Flugabgabe abzuschaffen.
5. Anrufer in Meidling täuscht Pfarrerrolle vor und wirbt um Spenden für Messe
Bewohner des Wiener Bezirks Meidling erhalten derzeit Anrufe eines noch nicht identifizierten Mannes, der Geld für eine Messe sammeln will. Er erklärt, der emeritierte Erzbischof Schönborn nehme daran teil. Die Pfarre hat die Polizei eingeschaltet und Anzeige erstattet.
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Schweiz
1. SVP-Ständerätin Friedli will nicht in den Bundesrat
Esther Friedli bewirbt sich nicht um die Nachfolge von Bundesrat Guy Parmelin. Seit Parmelin seinen Abgang angekündigt hat, werden in der Partei mehrere Namen gehandelt, darunter Rickli und Grüter.
2. Vom Kritiker zum Befürworter: Benedikt Würth wirbt für die Verträge mit der EU
Benedikt Würth befürwortete im Grundsatz stets eine Einigung mit der EU, kritisierte dann aber das Rahmenabkommen. Heute setzt er sich für das neue Vertragswerk ein. Damit stellt er sich gegen einen engen Freund.
3. Verkehrsminister Rösti: Ausbauvorhaben bis 2045 stossen auf Korrekturwünsche
Verkehrsminister Albert Rösti hat zahlreiche Verkehrsprojekte bis 2045 vorgesehen. Politik und Verbände sehen bei den Plänen für Schiene und Strasse Korrekturbedarf und streiten darüber.
4. Vorsorgeeinrichtungen als Vermieter: Gefährden fallende Mietzinsen die Renten?
Ein Sechstel der Mietwohnungen in der Schweiz befindet sich im Besitz von Pensionskassen. Diese machen geltend, niedrigere Mietzinsen brächten die Absicherung im Alter in Gefahr. Die SP-Politikerin Jacqueline Badran weist dieses Argument zurück und spricht von einem Märchen der Propaganda.
5. Winterthurer Plakate: Lauterkeitskommission sieht Irreführung bei Einaudi-Werbung
Die Schweizerische Lauterkeitskommission beanstandet Konzertplakate in Winterthur. Wer sie nur flüchtig liest, könnte meinen, Ludovico Einaudi trete dort auf. Die Kommission sieht deshalb eine Täuschungsgefahr.
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Italien
1. Staatspräsident setzt Unterschrift unter das umstrittene Wahlgesetz
Staatspräsident Mattarella hat die Wahlrechtsreform unterzeichnet, damit ist das sogenannte Melonellum Gesetz. Zuvor hatte am Donnerstag die Abgeordnetenkammer zugestimmt. Im parlamentarischen Verfahren wurden Korrekturen eingefügt, weil das Staatsoberhaupt im Hintergrund Einfluss nahm. Das letzte Wort hat nun das Verfassungsgericht.
2. Militärhilfe für die Ukraine stockt: Copasir wurde noch nicht einberufen
Das Hilfspaket für Kiew liegt bereit, doch in der Regierung gibt es Meinungsverschiedenheiten. Italien hatte Frankreich zugesagt, bis Ende Oktober Material zu liefern. Für die Ausfuhr braucht es die Zustimmung des Parlamentarischen Sicherheitsausschusses Copasir, dessen Einberufung bisher fehlt.
3. Zwei Wasserhosen treffen Marsala: Schule zerstört, Menschen verletzt
Über Marsala sind zwei Wasserhosen niedergegangen und haben eine Schule zerstört. Es gab Verletzte, ein Auto stürzte in eine Schlucht. Die Bürgermeisterin sprach von einem „Kriegsszenario". Auch in anderen Landesteilen herrscht Unwetter, auf Ischia gingen Erdrutsche ab.
4. Entschuldigung nach Todestipp-Tafel in der TV-Sendung „Bar Centrale"
In der Sendung „Bar Centrale" erschien auf einer Tafel eine Liste mit 22 Namen, die von Segre bis Mina reichten, als Tipp, wer als Nächstes sterben könnte. Das löste im Netz einen Sturm der Entrüstung aus. Moderatorin Isoardi hat sich entschuldigt. Schauspieler Banfi sagte: „Io il primo!".
5. Bologna: Studierende finden kaum noch bezahlbare Zimmer
In Bologna wird es für Studierende der Universität immer schwieriger, eine Unterkunft zu finden. Für ein Zimmer im Keller werden 660 Euro verlangt. Große Immobilienkonzerne investieren unterdessen in Luxusresidenzen.
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Niederlande
1. VVD-Chefin Yesilgöz erhebt trotz Unmut in der Partei Anspruch auf die Spitzenkandidatur
VVD-Vorsitzende Yesilgöz will auch bei der nächsten Wahl die Liste ihrer Partei anführen. Auf die Frage, ob sie die logische Kandidatin sei, antwortete sie nach einer Parteiveranstaltung in Veghel mit „Ja, das bin ich.“ Sie führt die Partei seit August 2023 als Nachfolgerin von Mark Rutte. In der Basis wächst die Kritik an ihr und am Kurs der Parteispitze, und in den Umfragen steht die Regierungspartei nicht gut da.
2. EU-Reformdebatte: Den Haag will bei Steuern und Sozialem nicht auf das Veto verzichten
Die Niederlande lehnen es ab, das Vetorecht bei mehreren heiklen EU-Themen aufzugeben. Premier Rob Jetten möchte aber verhindern, dass ein einzelner Mitgliedstaat Sanktionen blockieren kann.
3. Staat will sein letztes Bankhaus abstoßen: ASN Bank soll Anfang des kommenden Jahres verkauft werden
Einem Bericht zufolge soll die ASN Bank, das letzte Institut in Staatsbesitz, Anfang kommenden Jahres verkauft werden. Die Bank sucht dafür Interessenten im In- und Ausland. Ein Teil des Parlaments sieht den Verkauf kritisch, weil nach der Kreditkrise lange für den Erhalt einer Staatsbank geworben wurde.
4. Kolonialzeitliche Raubstücke: Diamant von Banjarmasin kehrt nach Indonesien heim
Die Niederlande händigen Indonesien zwanzig Kulturobjekte aus, die in der Kolonialzeit geraubt oder unter Zwang erworben wurden. Darunter sind der Diamant von Banjarmasin, ein handgeschriebener Koran und mehrere Grabsteine. Achtzehn Stücke gehörten bisher dem Wereldmuseum, zwei dem Rijksmuseum. Museumsdirektorin Marieke van Bommel begrüßt solche Rückgaben.
5. Vom Rotterdamer zum Meppeler: Neuer Mundartatlas zeigt, wie unterschiedlich die Niederlande sprechen
Ein neuer Dialektatlas beleuchtet die sprachliche Vielfalt der Niederlande. Die Aussprache des „ij“ ist eine Möglichkeit, das Land in Regionen zu gliedern. So sagt man in Rotterdam „blajve“ und in Meppel „bliem“.
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Frankreich
1. Hackerangriff stört Online-Vorwahl der Linken – Stimmabgabe läuft bis Sonntagabend
Die Organisationskommission der linken Vorwahl hat die Abstimmung bis Sonntag, 18 Uhr, verlängert, nachdem die Wahlplattform Ziel eines Cyberangriffs wurde. Am Freitag um 19 Uhr hatten erst rund 20.000 der 140.000 Registrierten abgestimmt.
2. Haushaltsstreit: Einnahmenteil des Budgets 2027 fällt im Finanzausschuss durch
Die Abgeordneten haben den Einnahmenteil des Haushalts 2027 im Ausschuss mit großer Mehrheit abgelehnt. Besonders umstritten war die Heranziehung von Rentnern und Gebietskörperschaften. Im Plenum, wo die Beratung ab Dienstag beginnt, gehen die Abgeordneten von der ursprünglichen Regierungsfassung aus.
3. Gesetz gegen Gewalt an Frauen: Abstimmungen mit RN-Beteiligung kippen mehrere Regelungen
Am letzten Beratungstag des umfassenden Gesetzes sind mehrere Maßnahmen durch den Rassemblement national gescheitert. Das feministische und kinderschützende Bündnis, auf dessen Initiative der Text zurückgeht, spricht von einem Rückschritt bei Arbeitsrechten und beim Schutz ausländischer Frauen.
4. Erster Prozess zu nihilistischem Extremismus in Frankreich: Zwanzig Jahre Haft für Studenten
Ein Student ist zu zwanzig Jahren Haft verurteilt worden, weil er Minderjährige im Netz sexuell gequält hat. Er betrieb eine Online-Gruppe, die auf Ultragewalt und Sextortion ausgerichtet war. Es war der erste Prozess in Frankreich zu dieser aus den USA stammenden Strömung, die als „nihilistischer gewalttätiger Extremismus“ eingestuft wird.
5. A69 geht erst Anfang November in Betrieb – Sicherheitsprüfungen dauern an
Der Konzessionär der Autobahn A69 hat die Eröffnung offiziell auf Anfang November verschoben. Die Bauarbeiten sollen kommende Woche abgeschlossen sein. Sicherheitskontrollen laufen bereits und werden danach noch fünfzehn Tage fortgesetzt.
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Tschechien
1. Kehrtwende des Staatschefs: Pavel stimmt in Černouček doch noch ab
Präsident Petr Pavel ist doch noch zur Kommunalwahl in Černouček erschienen, obwohl er wegen einer privaten Reise zunächst fernbleiben wollte. Koalition und Opposition sowie Politologen hatten das geplante Fehlen gerügt. Nach der Stimmabgabe räumte Pavel ein, ein Verzicht wäre ein Fehler gewesen; der höchste Amtsträger solle mit gutem Beispiel vorangehen.
2. Kommunal- und Senatswahl: Am ersten Tag stimmten bis zu einem Drittel der Berechtigten ab
Am Freitag haben die Wähler am ersten Wahltag über die Gemeindevertretungen der kommenden vier Jahre entschieden. Meist gaben ein Fünftel bis ein Drittel der Berechtigten ihre Stimme ab, ähnlich wie vor vier Jahren. Die parallele erste Senatsrunde zeigt, wie stark sich ein Drittel der Kammer erneuert und wie groß die Mehrheit der heutigen Parlamentsopposition bleibt. Am Samstag wird von acht bis vierzehn Uhr weitergewählt.
3. Streit um gestrichene Wähler: Polizei rückt zur Gemeindewahl in Moldava aus
In Moldava im Raum Teplice musste die Polizei anrücken, weil die Wahlkommission gestrichene Einwohner nicht an die Urnen ließ, darunter einen Oppositionskandidaten. Der Bürgermeister soll 17 Wähler aus dem Verzeichnis entfernt haben. In der Gemeinde wiederholt sich damit ein Streit aus der vorigen Wahl, die ein Gericht wegen Manipulationen mit Wählern aufgehoben hatte.
4. Kandidaten aus dem falschen Ort: Stará Ves nad Ondřejnicí verteilt fehlerhafte Wahlzettel
Die Einwohner von Stará Ves nad Ondřejnicí im Raum Ostrava haben falsch gedruckte Stimmzettel für die Kommunalwahl erhalten. Auf einer Seite stehen Bewerber aus dem Ort mit rund 3000 Einwohnern, auf der anderen Kandidaten aus Kobeřice im Raum Opava. Wer einen solchen Zettel benutzt, riskiert, dass die Stimme als ungültig gilt. Der Bürgermeister sagte, man wisse nicht, wie es dazu kam.
5. Nachruf: Glaskünstler Vladimír Kopecký mit 94 Jahren gestorben
Der Glaskünstler, Maler und Hochschullehrer Vladimír Kopecký ist am Donnerstag, dem 8. Oktober, im Alter von 94 Jahren gestorben. Er war an der Gestaltung des Bahnhofs in Havířov beteiligt. Seine Ehefrau Eva Kroftová gab die Nachricht bekannt.
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Belgien
1. Landesweiter Protesttag: Polizei zählt rund tausend Randalierer und über hundert Festnahmen
Bei der landesweiten Kundgebung waren nach Polizeiangaben mehrere Zehntausend Menschen auf den Straßen. Unter ihnen befanden sich rund tausend Gewalttäter. Die Polizei nahm mehr als hundert Personen fest.
2. Antwerpen: Vorbeugende Polizeiaktionen halten Hilfesuchende fern
Hilfsorganisationen in Antwerpen stellen fest, dass wegen der vorbeugenden Polizeiaktionen gegen Störer weniger Menschen zu ihnen kommen. Tino Ruyters, Direktor von Free Clinic und Sprecher mehrerer Organisationen, sagt: "Sie haben Angst, festgenommen zu werden." Am Freitag trafen sich die Organisationen mit der Stadtverwaltung, um ihre Sorgen vorzutragen.
3. Handgemenge vor Antwerpener Rathaus: Vlaams-Belang-Politiker treffen auf Hochzeitsgesellschaft
Vor dem Rathaus am Grote Markt in Antwerpen kam es zu einem Handgemenge zwischen Filip Dewinter und Anke Van dermeersch, beide Vlaams Belang, und marokkanisch-belgischen Besuchern einer Hochzeit. Die Polizei hielt zwei Personen aus der Menge an. Dewinter sagt, es habe keinen Anlass gegeben, ihn anzugreifen. Die Familie widerspricht dieser Darstellung.
4. Haushaltsklausur der Französischen Gemeinschaft: Opposition übt scharfe Kritik
Die Opposition in der Föderation Wallonie-Brüssel hat am Freitag das Ergebnis der Haushaltsklausur angeprangert. Sie wirft der Regierung vor, die Not der Bevölkerung zu ignorieren. Es geht um den Haushalt für das Jahr 2027.
5. Film Fest Gent: Erster Drehbuch-Preisträger der Jo Röpcke Award fordert mehr Anerkennung
Angelo Tijssens aus Blankenberge ist der erste Drehbuchautor, der beim Film Fest Gent die Jo Röpcke Award erhalten hat. Er setzt sich für mehr Anerkennung seiner Berufsgruppe ein. Er bemängelt, dass die Autoren im Programmheft nicht bei den Filmen genannt werden.
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Dänemark
1. Kirkerup-Fall: Justizminister ordnet Überprüfung der Polizeiarbeit an
Der Justizminister will die polizeilichen Ermittlungen im Kirkerup-Fall überprüfen lassen. Zuvor hatte er eine Darstellung der Ermittlungen erhalten, auf deren Grundlage er diese Entscheidung traf.
2. Folketing-Eröffnungsdebatte: Frederiksen äußert Wunsch zu bestimmten Muslimen
In der Eröffnungsdebatte des Folketings sagte Mette Frederiksen, sie wünsche, bestimmte Muslime wären nicht im Land. Die Debatte gilt als Vorzeichen für das neue Parlamentsjahr, in dem die Ausländerpolitik erneut viel Raum einnehmen dürfte.
3. Geplante Kreuzfahrtabgabe stößt auf breiten Widerstand
Die Regierung will Kreuzfahrttouristen in Dänemark künftig zusätzlich zur Kasse bitten. Vorgesehen sind 200 Kronen pro Passagier. Der Vorschlag wird von mehreren Seiten kritisiert.
4. Datenleck bei Personennummern: Sicherheitslücke blieb über drei Wochen offen
Ein Hacker verschaffte sich Zugang zu 8,8 Millionen dänischen Personennummern. Die dafür genutzte Lücke war neuen Dokumenten zufolge mehr als drei Wochen lang offen.
5. Maya-Masken erstmals öffentlich zu sehen – Premiere in Dänemark
In Dänemark wird eine Reihe seltener Maya-Masken erstmals überhaupt der Öffentlichkeit gezeigt. Die Stücke waren zuvor in Mexiko verborgen.
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Luxemburg
1. Déi Gréng drängen auf eine besondere Kommission für die Klimakrise
Der Sommer, der in Luxemburg Rekorde brach, ließ die Politik nicht unberührt. Déi Gréng fordern nun, dass das Parlament die Klimakrise genauer und als Gesamtthema untersucht, und zwar in einer eigens dafür geschaffenen Spezialkommission.
2. Mindestlohn steigt zum Jahreswechsel: Staat trägt fast ein Drittel der Mehrkosten
Zum 1. Januar steigt der Mindestlohn erstmals um 3,8 Prozent. Der Regierungsrat hat am Freitag Einzelheiten zur Finanzierung beschlossen. Der Staat übernimmt knapp ein Drittel der Kosten.
3. Armut nimmt zu: Besonders junge Menschen in Luxemburg gefährdet
Die neueste Ausgabe des Sozialpanoramas der Arbeitnehmerkammer dokumentiert beunruhigend, dass die Armut im Land steigt. Betroffen ist nahezu jeder vierte Jugendliche.
4. Differdingen: Gemeinde schildert Hergang eines Betrugs mit über 400.000 Euro Schaden
Die Gemeinde Differdingen hat am Freitagabend in einem Schreiben den genauen Ablauf eines Betrugs aufgelistet. Der Schaden beläuft sich auf mehr als 400.000 Euro. Die Gemeinde sieht sich selbst als Opfer.
5. Schulgebäude in Bettemburg wird zum Schauplatz für 81 Kunstschaffende
Eine ungewöhnliche Schau namens „Fuelbox“ findet aktuell in der „Schoul am Duerf“ statt. Sie versammelt Arbeiten von 81 Künstlerinnen und Künstlern aus Luxemburg sowie der Großregion.
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