Buch · Poolsing Verlag

Was ist Metaphysik? Martin Heidegger und die Entfremdung vom Sein

Was ist Metaphysik? Martin Heidegger und die Entfremdung vom Sein

Warum gibt es den Menschen – und weshalb hat er zugleich die Fähigkeit, über sein Dasein nachzudenken?

Sein, Hiersein, Dasein, Existenz, Lichtung – die Worte der Existenzphilosophie sind dem heutigen Leser schwerer zu vermitteln als vor acht Jahrzehnten. Und doch leuchtet hinter ihnen immer dieselbe Frage auf: nach Sinn und Zweck des Seins und nach der Stellung des Menschen in einem Ganzen. Es geht um geistige Orientierung.

Die Metaphysik ist dabei anziehend und erschreckend zugleich: Was liegt hinter dem, was uns erscheint? Gibt es Existenz überhaupt – oder nur Nichts? Seit den Vorsokratikern haben alle Antworten eines gemeinsam: In ihnen zeigt sich ein Drang, die eine entscheidende Frage zu stellen und beantwortet zu sehen. Entweder dieser Drang hat einen Sinn – oder er ist eine bösartige Gabe irgendeines Gottes oder ein komischer Zufall des Kosmos.

Am 24. Juli 1929 trat Martin Heidegger mit seiner Freiburger Antrittsvorlesung „Was ist Metaphysik?“ als Nachfolger Husserls auf die wissenschaftliche Bühne, zwei Jahre nach „Sein und Zeit“. Ausgehend vom Nichts entfaltet der Vortrag das metaphysische Fragen – und im Hintergrund die Seinsvergessenheit: Die bisherige Metaphysik habe nach dem Sein des Seienden gefragt, das Sein als solches aber nie in den Blick bekommen. Was das heißt, wie Heidegger es beschreibt und wie es sich heute bewerten lässt, ist Gegenstand dieses Überblicks.

Eine Lichtung im Wald
Eine Hütte im Schwarzwald
Ein Schreibtisch am Nachtfenster
Unter dem Sternenhimmel

Leitfragen

Einordnung

Ein kurzer Überblick zu Heideggers Antrittsvorlesung von 1929 – Entstehung, Gedankengang und heutige Bewertung – für Leser, die Heidegger nicht in seiner Sprache, sondern in seiner Frage kennenlernen wollen.

Über den Autor

Richard Hörner hat in Tübingen, Mainz und Frankfurt am Main Philosophie, Kunstgeschichte, Soziologie und Jura studiert – vier Fächer, im Rückblick ein einziges Thema: wie Menschen sich Bilder von der Welt machen, und worauf diese Bilder stehen. Zuletzt erschienen von ihm im Poolsing Verlag Angst. Zwang. Sanierungsfall Seele, Imaginäre Menschenrechte und Grundblindheit.

„Die Aufgabe der Metaphysik wäre es demnach, weniger über dieses Sein als einem Land des Unbekannten nachzudenken als über eine Verbindung zwischen dem Sein und Seienden, wobei die Metaphysik eine Transkription oder Sprache des Seins wäre, wie sie im Seienden auch für den Menschen verständlich sein könnte. Eigentlich banal und doch so schwer.“ – Aus den Schlussbemerkungen


Buchangaben
Softcover · Poolsing Verlag · erschienen am 01.01.2014
ISBN 978-3-938846-52-0 · 8,90 €
E-Book: ISBN 978-3-938846-55-1 · 4,99 €